Autor: Heike (Seite 12 von 18)

São Miguel

Unsere letzte Station auf den Azoren war ein sehr schönes Hotel (Casa del Palmeiras Charming House) in der größten Stadt (Ponta Delgado) auf São Miguel, der größten Insel der Azoren.

Unsere erste Wanderung startete im Westen der Insel in Sete Cidades und ging zum Vista do Rei, einem Aussichtspunkt über die beiden Kraterseen Lagoa Verde und Lagoa Azul, einer wahrhaft königlichen Aussicht für meinen Geburtstag.

Am nächsten Tag ging es zuerst in den Norden zu den einzigen Teeplantagen in Europa.

Dort konnten wir in der Teeplantage herumwandern und die Fabrik besichtigen.

Dann ging es weiter zu einem Spaziergang rund um den Lagoa das Furnas.

Hier gab es direkt am Start viel zu entdecken.
Die Calderias am Nordufer werden von den Einheimischen zum Kochen genutzt. Frei nach der Kurzfassung von Schillers Glocke: „Loch in Erde, Essen rin, Essen fertig, bim-bim-bim„.

Dann ging es weiter vorbei an den Hinterlassenschaften eines Kettensägen … (nein nicht Massakers, sonder Schnitzwettbewerbs)

einem sehr neugierigen Vogel

und der Kapelle Ermida da Nossa Senhora Vitoriás.

Danach besichtigten wir noch kurz die Dampfquellen, die direkt in Furnas liegen und den Ort mit einem besonderen Geruch überziehen.

Am nächsten Tag blieb uns vor unserem Abflug nur Zeit für einen Bummel durch Ponto Delgada.

Pico

Unsere zweite Station auf den Azoren war Pico, die Insel mit dem gleichnamigen Berg (Ponta do Pico), dem höchsten Berg von Portugal.

Unsere Unterkunft XA Apartments war direkt am Hafen, was ich am stürmischen ersten Tag zu einer ausgiebigen Fotosession zum Thema „der Sturm“ nutzte.

Obwohl ich schon ausreichend Fotobeweise gesammelt hatte, sind wir trotzdem auf unserem Rückweg vom Restaurant so nah an der Kaimauer entlang gegangen, dass wir klatschnass zurück kamen.

An den nächsten drei Tagen zeigte sich das Wetter auf Pico von seiner besseren Seite, so dass wir die Insel erkunden konnten.

Auch auf Pico gibt es noch vulkanische Aktivität, was nicht verwunderlich ist, da Pico die jüngste Insel der Azoren ist. Auch der Baustil ist hier viel „vulkanischer“ als auf Terceira.

Am 11.11. setzten wir mit der Fähre nach Horta auf der Nachbarinsel Faial über. Hier erkundeten wir den Hafen, machten natürlich Pause in Peter Café Sport, schauten Boote und machten eine kurze Wanderung zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir einen tollen Überblick über den Hafen von Horta hatten.

Unser Fahrt am 12.11 quer über Pico wurde gegen Ende zu einem echten Abenteuer, als die Anfangs schnurgerade Straße im Nebel immer enger, kurviger und unbefestigter wurde. Zu meinem Glück konnten wir aufgrund des Nebels die Abgründe nicht sehen, aber Rainer war als Fahrer echt im Stress.

Terceira

Unsere Unterkunft auf Terceira, die Alluar Lodge bot uns ein eigenes kleines Häuschen für uns. Unser Frühstück bekamen wir in einem Korb auf die Terrasse gestellt und die Katzen wollten so gern etwas davon abhaben, dass sie sogar die Klarsichtfolie vom Aufschnitt entfernten. Am ersten Morgen konnten wir das Frühstück aber nur drin geniessen, denn wir mussten feststellen, dass es auf den Azoren nicht nur die berühmten „Hochs“ gibt, sondern dass so ziemlich jedes Wetter von hier kommt.

Solches Wetter ist natürlich hervorragend für das Pflanzenwachstum geeignet.

Schon bei unserer ersten Fahrt über Terceira bemerkten wir wie sauber und aufgeräumt hier alles aussah. Gerade so als wäre gerade Kehrwoche gewesen.

Neben Wanderungen zu besonderen Aussichtspunkten konnten wir neben geringfügigen vulkanischen Aktivitäten auch eine Lavahöhle besichtigen.

Vor unserem Abflug besichtigten wir noch Praia da Vitória, wo am Hafen das Training für einen besonderer Wettkampf stattfand.

Lissabon

Bevor es zu den Azoren gehen sollte, hatten wir noch zwei Übernachtungen in Lissabon eingeplant. Wir waren zwar bereits bei unserer letzten Portugal Reise schon in Lissabon gewesen (mein erstes Mal), aber das war damals nur ein Tagesausflug gewesen.

Dieses Mal war unser Hotel mitten in der Stadt und so wollten wir uns dieses Mal per Pedes, Bus und Bahn auch mal ein paar Sehenswürdigkeiten abseits der üblichen Pfade anschauen.

Auf unseren Streifzügen kamen wir an einigen Meisterwerken der Street Art vorbei …

bevor wir dann sogar einen Abstecher ins Museum machten.

Im Museu do Fado gab es allerdings mehr zu hören als zu sehen.

Nach einer kurzen Betrachtung der lokalen Architektur und Fauna …

machten wir uns auf den Weg zum Aquädukt, unserer letzten Station vor dem Abendessen.

Tag 59-61 – Christchurch (4.1.-6.1.)

Nun geht es schon nach Christchurch und damit zum Ende unserer Reise.

Schon auf unserer Fahrt Richtung Norden, die uns an Christchurch vorbei führte waren uns die vielen neuen Siedlungen am Rande der Stadt aufgefallen. Wir wußten bereits, dass die Gründe dafür wohl im Erdbeben zu sehen sind, dass die Stadt im Februar 2011 traf. Nun mussten wir erfahren, dass dieses Erdbeben seinerzeit 80% des Zentrums der Stadt zerstörte. Der Stadtkern war nach dem Beben für 2 Jahre nicht zugänglich.

Um so verblüffender ist es, wenn man nun ins Zentrum der Stadt kommt. Zwar sind vielerorts noch brach liegende Flächen und auch schwer beschädigte Gebäude zu sehen, alles in allem wirkt die Stadt aber sehr modern und schick. Wir sind beeindruckt vom Optimismus mit dem die Menschen mit der Situation umgehen. Erdbeben sind hier an der Tagesordnung- es ist immer nur eine Frage der Stärke.

Wir besuchen so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wir nehmen uns Zeit für die Kunst.

Besuchen den botanischen Garten mit:

Seinen Blumenwiesen

Dem Rosengarten

Einer Unmenge von Dalien.

Die aus unserer Sicht schönste – Kotare Magic

und einer Ausstellung einer außergewöhnlichen Künstlerin Jenny Gillies, die seit mehr als 20 Jahren Blumenkostüme kreiert.

Morgen früh geht es zum Flughafen und auf den Heimweg. Abfahrt hier ist um 9.00h.

Dann erwarten uns drei Flüge

Christchurch – Singapur

Singapore Airlines 6.1. 12.05h - 6.1. 17.40h

Singapur – Moskau – Stockholm

Singapore Airlines 7.1. 00.05h - 7.1. 8.15h

Stockholm – Düsseldorf

Eurowings 7.1. 20.15h - 7.1. 22.25h

Mal sehen, wie umfangreich das Empfangskomitee am Düsseldorfer Flughafen wird.

Tag 55-58 – Kaikoura und Manakau Pure Pod (31.12.-3.1.)

Vor dem Jahreswechsel soll es heute noch einmal eins Highlight geben wir wollen Wale sehen. Dazu haben wir eine Bootstour in Kaikoura gebucht.

Auf dem Weg machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Gore Bay einem schönen recht abgelegenen Strand und passieren dabei die Cathedral Cliffs.

Dann fahren wir weiter nach Kaikoura wo die Auswirkungen des Erdbebens von 2016 auf sehr beeindruckende Weise sichtbar sind. In der Region hat sich der Boden um bis zu mehr als 5 Meter angehoben.

Als wir bei Whale Watch Kaikoura für unsere Waltour einchecken scheint alles in bester Ordnung. Um 15.30h beginnt das Briefing für die Tour. Wir schlendern noch ein wenig durch den Ort. Das Briefing wird durchgeführt. Dann erscheint der Kapitän unseres Bootes und sagt die Tour aufgrund der aktuellen Windbedingungen ab. Es weht inzwischen ein deutlicher Wind mit bis zu 25kn. Wieder ein Punkt für unseren nächsten Aufenthalt in Neuseeland oder irgendeinen anderen Ort auf der Welt wo man Wale beobachten kann.

An einer Bude am Strand bei Nin‘s Bin kaufen wir noch schnell einen Lobster damit nach dem spärlichen Weihnachtsessen wenigstens ein gescheites Sylvestermenü auf dem Tisch steht.

Anschließend fahren wir zum Manakau PurePod, wo wir völlig „netzfrei“ ins Jahr 2020 starten werden.

Unser Sylvestermenü

Wir verbringen einen äußerst entspannten Jahreswechsel und die 2 folgenden Tage in völliger Abgeschiedenheit.

Tag 54 – Akaroa – Waipara (30.12.)

Waipara hatten wir aufgrund seiner Weingüter als Zwischenziel ausgesucht. Von Akaroa aus war es eine relativ kurze Fahrt, deren spektakulären Teil wir bereits von der Hinfahrt kannten und der heute sehr wolkenverhangen war.

In Waipara hatte die Pegasus Winery, die wir aufgrund des hochgelobten Restaurants besuchen wollten, leider geschlossen, so dass wir stattdessen bei Waipara Springs sehr gut gegessen und einige sehr leckere Weine verkostet haben.

Unsere nächste Station war ”Torlesse Wines”, das sich direkt neben unserer Unterkunft (Barb’s Place) befindet und noch ein echter Geheimtipp ist. Hier hätten wir als self contained Camper sogar kostenlos auf dem Parkplatz übernachten können. Aber nach vier Nächten im Campervan freuen wir uns auf das bequeme Bett.

Tag 53 – Akaroa (29.12.)

Dieser Tag voller Sonnenschein war optimal dafür, einfach mal die Füße hochzulegen, die Aussicht auf die Bucht vom Campingplatz aus zu genießen, ein Buch zu lesen (Heike) oder am Blog zu arbeiten (Rainer).

Farbenfroher Ausklang eines sonnigen Tages in Akaroa

Lediglich zum Abendessen mussten wir uns zur Aktivität aufraffen und zwischen selber kochen oder nach Akaroa runter laufen entscheiden…

Tag 52 – Lake Tekapo – Akaroa (28.12.)

Langsam neigt sich unser Aufenthalt dem Ende entgegen und wir machen uns auf den Weg in Richtung Christchurch. Allerdings erst einmal nur in die Richtung. Zunächst wollen wir noch nach Akoroa, was uns dringend nahegelegt wurde.

Die Fahrt hat nichts wirklich spannendes zu bieten, bis wir uns unserem Ziel nähern und den ersten freien Blick auf die Bucht haben.

Das sieht doch vielversprechend aus

Für die 2 Nächte haben wir noch einen Platz auf dem zur ‚Top 10 Holiday Park‘ ergattern können. Da die Hauptsaison jetzt in vollem Gange ist, ist das nicht selbstverständlich. Bei unserer Ankunft stehen etliche Autos vor der Rezeption, aber wir haben ja reserviert. Die ‚Top 10 Holiday Parks‘ haben uns bisher voll und ganz überzeugt. Dieser ist insbesondere im Bezug auf die sanitären Einrichtungen nicht auf dem neuesten Stand, aber alles ist Sauber. Aufgrund der tollen Lage und der Nähe zu Christchurch ist eine Renovierung wohl auch nicht so dringend geboten. Schließlich ist man auch so ausgebucht.

Durch die Lage am Hang bedarf es zwar eines steilen Abstiegs und entsprechend eines ebenso steilen Aufstiegs bei der Rückkehr, aber der Weg führt recht zügig zum Ort.

Zum Abendessen laufen wir hinunter …

Tag 51 – Lake Tekapo (27.12.)

Kleiner Nachtrag vom Vortag:

Heike wollte es sich trotz widriger Bedingungen nicht nehmen lassen ‚das Fotomotiv‘ in Lake Tekapo abzulichten:

Der inmitten der Berge gelegene milchig-blaue See (die Farbe entsteht durch aus dem Gletscher ausgewaschene Sedimente) lädt zum Verweilen ein und das tun wir dann auch. Wir lassen es recht ruhig angehen, entscheiden uns aber doch zu einer dreistündigen Wanderung auf den Mount John zum Mount John Observatory. Die Wanderung soll uns in einer Stunde zum Observatorium hinauf bringen und dann in einer langen Schleife am See entlang in 2 Stunden wieder zurück bringen. Wir starten bei sonnigen 20 Grad.

Als wir am Observatorium ankommen bläst uns ein kräftiger Wind fast aus den Schuhen, sodass es einer ruhigen Hand und einer kurzen Verschlusszeit bedarf überhaupt ein Foto schiessen zu können.

Die Wolken hinten links sehen auch nicht gerade Vertrauen erweckend aus und bei den Winden kommen sie auch schnell näher.

Auf der anderen Seite sieht alles schön aus:

… still und starr ruht der See

Dennoch planen wir um und entscheiden uns, den erheblich kürzeren Weg, den wir als Aufstieg verwendet haben, auch wieder zurück zu laufen. Als uns einige wenige Regentropfen erreichen, fühlen wir uns bestätigt. Kaum haben wir die Kuppe des Mount John wieder verlassen sind wir wieder in der Abdeckung des Berges und die Sonne scheint wie zuvor, sodass wir unsere Regenkleidung gleich wieder ablegen.

Am Abend machen wir uns dann noch einmal auf um einige Impressionen einzufangen: